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Bioinformatiker, Prototypen-Koordinator, Beschleunigungstechnologe, Entwicklungs-Ingenieur – all das geht auch weiblich. Denn Frauen stehen Männern in Naturwissenschaften und Technik in nichts nach. Sie wissen es nur nicht.

Vertanes Potenzial, finden mittlerweile viele Unternehmen und Hochschulen und rüsten auf. Sie wollen den weiblichen Nachwuchs für die sogenannten MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gewinnen und so das Bildungssystem und den Arbeitsmarkt gerechter gestalten sowie dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

Frauen als Potenzial gegen Fachkräftemangel

Gerade in Branchen der MINT-Fächer ist es mitnichten eine einfache Übung, Stellen, geschweige denn leitende Positionen, mit Frauen zu besetzen. Laut der Bundesagentur für Arbeit sind nur 14 Prozent der 7,3 Millionen MINT-Beschäftigten weiblich, Tendenz langsam steigend (Stand 2013). Mit jeder wissenschaftlichen Qualifizierungsstufe sinkt ihr Anteil. Dem MINT-Report des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge fehlten den Unternehmen im September vergangenen Jahres aber satte 164.400 Arbeitskräfte. Wie man einschlägigen Online-Jobbörsen entnehmen kann, sind derzeit knapp 900 Jobs in Naturwissenschaft und Forschung ausgeschrieben. Mehr weibliche Qualifizierung täte also not.

Mehr Frauen in MINT-Berufe!

Hochschulen werben um MINT-affine Abiturientinnen

Die Hochschulen kümmern sich mittlerweile zunehmend selbst um den weiblichen Nachwuchs: Die Hochschulen Regensburg und Erlangen-Nürnberg etwa betreiben mit der Website cybermentor.de Deutschlands größtes E-Mentoring-Programm für Mädchen in MINT. Hier werden Schülerinnen der 6. bis 12. Klasse ein Jahr lang von einer persönlichen Mentorin begleitet, die als Rollenvorbild zu MINT-Aktivitäten anregt und Hinweise zur Studien- und Berufswahl gibt. Seit 2005 hätten sich 71 Prozent der ehemaligen Teilnehmerinnen für ein MINT-Fach im Studium oder Ausbildung entschieden, ist auf der Website der Initiative zu lesen.

Forscher wollen geschlechtergerechte Fachdidaktik

Wie es um die didaktische Geschlechtergerechtigkeit in der Schule steht, untersucht die Initiative GELEFA – Geschlechtergerechte Fachdidaktik in Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaftswissenschaften der Pädagogischen Hochschulen Schwäbisch Gmünd und Weingarten. Die Initiative setzt direkt beim Lehrpersonal in den Klassen an. In dem Projekt suchen sie Wege, den Unterricht geschlechtersensibler zu gestalten und so Mädchen gleichermaßen wie Jungen für Naturwissenschaften, Technik und Führungspositionen erfolgreich auszubilden.  Erst im Februar 2016 trafen sich 120 Experten und Expertinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Schule auf der GELAFA Fachkonferenz, um entsprechende Konzepte und Modelle für einen Unterricht in den Naturwissenschaften, Technik und den Wirtschaftswissenschaften weiter zu entwickeln.

Quelle: www.theintelligence.de/index.php/wissen/18515-unis-und-firmen-wollen-mehr-weiblichkeit-in-mint