Im Bereich Physik haben sich in diesem Jahr Luis Droste und Eric Neumann von der Mülheimer Karl-Ziegler-Schule am „Jugend forscht“-Wettbewerb beteiligt. Sie haben untersucht, welchen Nutzen Energiesparlampen haben und eigene Experimente durchgeführt. Mit Erfolg: Sie landeten auf dem zweiten Platz.

Luis-Droste-und-Eric-Neumann

Begeisterung für die Sache und die Bereitschaft, sich auch nach Schulschluss noch mit Schulthemen auseinanderzusetzen, braucht es schon, will man am Wettbewerb „Jugend forscht“ teilnehmen – und dann auch noch gewinnen. So wie jetzt Luis Droste (Bild links) und Eric Neumann (Bild rechts) von der Karl-Ziegler-Schule. Beim Landeswettbewerb haben sie in diesem Monat in der Sparte „Schüler experimentieren“ den zweiten Platz belegt und bekamen ihre Urkunde von Schulministerin Sylvia Löhrmann überreicht.

„Energiesparlampen – immer die bessere Wahl?“, hatten sich die beiden Siebtklässler gefragt und losgeforscht. Darauf gekommen sind sie, weil bekanntlich seit September 2012 Glühbirnen wegen einer neuen EU-Verordnung verboten sind. Was aber ist mit Stromverbrauch und wie viel Wärme geben Energiesparlampen an ihre Umgebung ab? Das haben sich die Schüler gefragt und mit speziellen Messgeräten, die ihnen die Schule ausgeliehen hat, eigene Untersuchungen angestellt.

Messergebnisse müssen zu Papier gebracht werden

Zwei Tage haben Luis Droste und Eric Neumann während der Weihnachtsferien im heimischen Keller verbracht, um ihre Messungen vorzunehmen. „Das Schreiben war dann aber viel mühseliger“, verrät Luis von den Schwierigkeiten, die Messergebnisse dann auch zu Papier zu bringen.

Herausgefunden haben die Schüler, dass Glühbirnen, die viel Wärme an ihre Umgebung abgeben, immer da nützlich sind, wo genau das gebraucht wird.

Schüler machen sich auch Gedanken über Quecksilber

Die Kompaktleuchtstofflampen dagegen sind echte „Dauerbrenner“ und da am besten, wo ständig Licht gebraucht wird. Sie werden nur langsam hell, ihr Licht ist unnatürlich und sie geben nur wenig Wärme ab. LED-Lampen geben keine Wärme ab, sind sofort hell, also immer da nützlich, wo schnell Licht gebraucht wird. Auch über das in allen drei Leuchtmitteln enthaltene Quecksilber machten sich die 13-Jährigen Gedanken: Da kommen die mit der längsten Lebensdauer am besten weg.

Im Januar mussten die Schüler ihre Ergebnisse schriftlich einreichen und Ende Februar dann in Marl mit einer Präsentation vorstellen. Dabei belegten Luis Droste und Eric Neumann den 1. Platz. Auf Platz drei kamen mit einer Arbeit in Biologie zwei Schulkameradinnen aus der 8. Klasse.

Für den Landeswettbewerb im Mai hatten sich aber nur die beiden Sieger qualifiziert. 80 Schüler hatten auf Landesebene 42 Projekte eingereicht, eine Fachjury bewertete die Arbeiten. Mit ihrem 2. Platz haben die beiden Mülheimer auch einen 100-Euro-Gewinn erhalten und ebenso redlich geteilt wie die 75 Euro, die es schon für den 1. Platz auf Regionalebene gab.