„Mint-Schule zu sein heißt nicht, dass man einfach nur mit einem Zertifikat ausgezeichnet wird. Die Schulen müssen sich den Status verdienen und Leistungen bestätigen“, erklärt Ingrid Lürig, Leiterin der Willy-Brandt-Schule. Die Qualifizierung der Schulen für dieses Zertifikat wird nach der Bewerbung der jeweiligen Schule überprüft, schließlich soll der Mint-Status ein Gütesiegel für ein hohes Maß an Qualität sein.

Dabei können Haupt-, Real- und Gesamtschulen Mint-Schulen, Gymnasien Mint-EC-Schulen werden. Die Abkürzung EC steht für „Excellence-Center“ (deutsch: Kompetenzzentrum). Beide Zertifizierungen können nur durch die Erfüllung überdurchschnittlicher Anforderungen im Fach Mathematik und mindestens einem weiteren naturwissenschaftlichen Fach erworben werden. Weitere Anforderungen für Gymnasien sind zum Beispiel das Anbieten von naturwissenschaftlichen Leistungskursen, Begabtenförderung und außerschulischen Kooperationen.

Insgesamt 108 Schulen in NRW unterschiedlicher Formen wurde bis zum Oktober diesen Jahres der Mint-Status zertifiziert. Darunter befinden sich 46 Gymnasien, 10 Gesamt-, 40 Real- und 12 Hauptschulen. Das Gymnasium Heißen bekam als erste Mülheimer Schule 2003 diesen Status. 2006 folgte die Realschule Broich, 2009 die Realschule Stadtmitte. Seit Mai diesen Jahres zählen sich auch die Gesamtschulen Willy-Brandt und Gustav-Heinemann zu diesem Kreis. Damit ist Mülheim mit vier Mint- und einer Mint-EC-Schule im Ruhrgebiet überdurchschnittlich stark vertreten.