Die GFW Duisburg trägt das zdi-Zentrum DU.MINT Duisburg Niederrhein zusammen mit der Universität Duisburg-Essen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, junge Talente speziell für MINT-Berufe zu entdecken und zu fördern, denn gerade in MINT-Fächern werden Fachkräfte dringend gesucht. Umso erfreulicher, dass über 300 Schülerinnen und Schüler an der MINT-Werkstatt teilnahmen.

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In dieser Woche stand der Große Saal im „…kulturiges…“ ganz im Zeichen von „Konstruktion“: An den Arbeitstischen warteten Leisten, Schrauben, Haushaltsgummis, Profile, Platten, Baupläne und noch leere Blätter für eigene Skizzen und Berechnungen auf Duisburger Schülerinnen und Schüler. Eingeladen dazu hatte das zdi-Zentrum Duisburg Niederrhein, das die MINT-Werkstatt von Minden-Lübbecke nach Duisburg holte und im Hamborner Ratskeller ideale Bedingungen für sie vorfand. „MINT“ steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

„Durch solche praktischen Übungsparcours erhalten die Jugendlichen Rückmeldungen über ihre Stärken und entwickeln ein Gefühl für die eigenen Talente“, erläuterte Dr. Birte Hauser, Koordinatorin des zdi-Zentrums. An den Tischen ging es neben manuellen Fertigkeiten, Geschick, Vorstellungsvermögen und Rechnen auch um soziale Kompetenzen wie Absprachen in der Gruppe, Teamwork oder „Bauleitung“. „Viele Lehrer lernen ihre Schüler hier ganz neu kennen“, erklärte Karin Ressel, Initiatorin der MINT- Werkstatt, und schmunzelte: „Plötzlich ist der langsamste Schüler der Klasse der Schnellste, und man kann regelrecht zuschauen, wie sein Selbstbewusstsein wächst.“

Die Entdeckung individueller Talente bildet die Basis für Motivation und Leistung und ist damit auch die Grundlage für einen nachhaltigen Erfolg in Ausbildung, Arbeitsmarkt und Gesellschaft. „Wenn die Auszubildenden und Studenten wissen, was sie gerne tun und können, und dazu noch klare berufliche Vorstellungen haben, lassen sich Studienabbrüche oder die vorzeitige Lösung von Ausbildungsverträgen verhindern “, ist Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg), überzeugt. Die Zahl der Ausbildungsabbrüche liegt bei etwa 25%, die der Studienabbrüche je nach Studienfach sogar bei bis zu 40%. Das kostet nicht nur den jungen Leuten wertvolle Zeit, sondern auch der Gesellschaft und Wirtschaft viel Geld.

Quelle: Rundschau Duisburg